Übersicht:

1.Lonsdale
2.Everlast
3.Alpha Industries
4.Fred Perry
5.Thor Steinar
6.Pit Bull
7.Ricism
8.Consdaple

Fall 1. Lonsdale

--> Ist keine Nazimarke!

Lonsdale ist älter als die NSDAP

Die Marke Lonsdale kam Anfang der 90er Jahre in Deutschland in Mode. Ein Label, das fortan nicht nur die Skinheads, sondern auch die Massen begeisterte. Allerdings mit dem stets präsenten Makel, dass die Buchstaben „NSDA“ (offen getragen unter einer rüden Bomberjacke) Assoziationen an die NSDAP wecken. Das „P“ muss man sich halt einfach nur dazudenken. Dazu Tobias Heupts, Marketingleiter der Lonsdale Verkaufszentrale Deutschland im Interview mit DSSNMNV: »Lonsdale ist definitiv nicht rechts«. Wer sich auskennt, weiß: Die Marke blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück und ist damit »weitaus älter als die NSDAP«.

Ständig hört der Lonsdale-Marketingleiter „wilde Geschichten“ aus Schulen oder von Begegnungen mit Discotheken-Türstehern. Verzweifelte Kunden, meist Mütter, rufen bei ihm an und berichten, dass ihre Söhne gezwungen werden, die nicht gerade billigen Sweat- und T-Shirts auf links zu drehen oder etwas anderes anzuziehen. Tobias nimmt oft Kontakt zu Schuldirektoren und Discothekenbesitzern auf – ein Kampf gegen Windmühlen: Nach wie vor ist Lonsdale bei „Stinos“ (stinknormalen Leuten) verpönt und wird nicht gern gesehen.

Die Punch GmbH, bei der Tobias arbeitet, hat 1993 die Lizenzrechte für Lonsdale in Deutschland erworben. Tobias berichtet: »Vor mehr als 100 Jahren organisierte der fünfte Graf von Lonsdale – der erste Präsident des National Sporting Club in England (gegründet im Jahr 1891) – den ersten Boxwettkampf, der mit Boxhandschuhen stattfand. Der Name dieses berühmten Graf Lonsdale war Hugh Lowter. Er war eine herausragende Persönlichkeit und ein großer fanatischer Sportfan zugleich. Einer seiner markanten Charakterzüge war seine Liebe zur Farbe gelb. Diese Leidenschaft war dafür verantwortlich, dass er „Der gelbe Graf“ genannt wurde. In den 30er Jahren war Hugh Lowter auch Präsident des Arsenal Football Club aus London. Dies wiederum erklärt, warum „The Gunners“ bis heute in ihren Auswärtstrikots die Farbe gelb tragen. In den 60er und 70er Jahren startete Lonsdale London gleich zweifach durch, als Sport- und als Fashionmarke. London als Treffpunkt für Popstars, Schriftsteller, Schauspieler und andere Künstler aus der ganzen Welt. Und Lonsdale ritt auf der Welle dieser pulsierenden und aufregenden Zeit mit. Aus diesen historischen Wurzeln heraus hat sich Lonsdale London zu einer Marke entwickelt, die sowohl alle Arten der Sportbekleidung als auch des Casual Wear repräsentiert.«

Im September 2003 rief Lonsdale die „loves all colours“-Kampagne ins Leben. Mit befreundeten Initiativen wie z.B.: „Augen auf – Zivilcourage zeigen“ aus Zittau sowie Schulen, Jugendcentern und Sportvereinen wurde eine neue Werbestruktur aufgebaut. Schnell gab es erste Erfolge. Die Sportvereine „African United“, „Sardegna Oberhausen“ sowie die Handballer des „SC Teutonia Kleinenbroich 1921 e.V.“ liefen daraufhin mit der Trikotaufschrift „Lonsdale London“ auf. Des weiteren wurden wohltätige Veranstaltungen gesponsert. Als größtes Beispiel gilt die 5. Benefiz-Veranstaltung zugunsten Krebs- und Leukämiekranker Kinder in München.

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Heute wird Lonsdale von der Firma Punch in den Beneluxländern und Deutschland vertrieben. Pro Jahr werden vier Kollektionen entwickelt, jeder Artikel ist in rund 20 verschiedenen Farben erhältlich. Heute setzt sich Lonsdale für Toleranz, Respekt und Freundschaft zwischen den einzelnen Kulturen, Religionen und Lebensstilen ein. Mit der im September 2003 gegründeten Kampagne „Lonsdale loves all colours“ unterstützt das englische Label gemeinnützige Veranstaltungen und Inititaiven.Lonsdale und Fred Perry finanzierten Aktionen und Projekte gegen Rassismus.

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(Aus www.du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-verwechseln.de)

Fall 2. Everlast

-->Keine Nazimarke

Everlast hat die Schrieftform von Lonsdale. Dadurch wurde Everlast gleich mit zu einer verrufennen Nazimarke!

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Fall 3 Alpha Industries

--> Keine Nazimarke

Alpha Industries ist eine Fliegermarke aus den USA. Das Alpha Symbohl gleicht dem verbotenen Zivilabzeichen der SA.
Desshalb Wurde diese Marke auch verrufen.

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Fall 4. Fred Perry
--> Keine Nazimarke

Fred Perry gab es wirklich. Am 18. Mai 1909 kam er in Stockport, in der Nähe von Manchester, auf die Welt. Bevor er im Alter von 20 Jahren von seinem Vater, einem Labour-Politiker, einen gebrauchten Tennisschläger geschenkt bekam, machte er sich zunächst als Tischtennisweltmeister einen Namen. Noch im gleichen Jahr, im Sommer 1929, konnte sich Fred Perry für die Teilnahme am Wimbledon-Turnier qualifizieren.

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1934 sorgte der Tennisspieler für einen Schock in der britischen High-Society. Denn nie zuvor hatte ein schmuddeliges Arbeiterkind das geschafft, was Fred Perry schaffte: Einen Sieg im legendären Wimbledon-Tennisturnier. Es war ein Durchbruch, denn Wimbledon galt bis dahin als Domäne der reichen Snobs und Adeligen. Das Preisgeld von 25 Pfund soll Fred Perry nicht, wie üblich, einer gemeinnützigen Einrichtung gespendet haben. Er soll für sich beschlossen haben, „selbst der gute Zweck“ zu sein. Und zwar als Reaktion darauf, dass ihm seine Medaille und die obligatorische Wimbledon-Klubkrawatte nicht feierlich verliehen, sondern nur in die Umkleidekabine geworfen wurde. Gewissermaßen zeigte Fred Perry der eingebildeten Oberschicht auf seine Weise „fuck off“. Er sagte wörtlich: „Ich hatte nie vor, meine Herkunft zu verleugnen, aber ich wollte anerkannt werden“. Ihm wurde nie, entgegen der sonst üblichen britischen Gepflogenheiten, ein Adels-Titel verliehen. Perry avancierte zur Kultfigur britischer Skinheads, die sich noch heute der Arbeiterbewegung verpflichtet fühlen.

[Björn Borg und Fred Perry] Die beiden Jahre darauf gewann Perry das Wimbledon-Turnier ebenfalls (1935 und 1936). Bis heute hat es kein Engländer geschafft, drei Wimbledon-Siege in Folge zu erringen. Außerdem gelang es Perry, neben Wimbledon die Turniere in Australien, Frankreich und den USA für sich zu entscheiden. Perry ist vom Bekanntheitsgrad her mit dem Schweden Björn Borg zu vergleichen, der den Centrecourt gleich fünf Mal als Champion verlassen hat (1976 bis 1980).

Ende der 30er Jahre ging Fred Perry als Tennisprofi in die USA und kehrte erst 1947 nach England zurück. Er mokierte sich darüber, dass die Wimbledon-Spieler grüne Shirts der Armee trugen und ließ deshalb 75 weiße Polohemden anfertigen, die er den Spielern schenkte. Polohemden, die noch kein Emblem hatten. Erst die Spieler, die sich für die geschenkten Polo-Shirts bedanken wollten, kamen auf diese Idee: Die Shirts sollten mit einem Merkmal versehen werden, das eindeutig an Fred Perry als Stifter erinnert. Der entschied sich für den Lorbeerkranz, den er 1934 beim All England Cup gewonnen hatte.

Von da an verkauften sich Perry-Hemden wie warme Semmeln. Auch die arrogante Oberschicht begann, sich für die Klamotten mit dem Lorbeerkranz zu interessieren. In verschiedenen Quellen heißt es, dass sogar die Queen einmal gefragt haben soll, was denn dran sei, an seinen Hemden. Perry soll simpel geantwortet haben: »Hoheit, meine Hemden passen!«.

[Die Fred-Perry-Statue in Wimbledon] 50 Jahre nach seinem ersten Wimbledon-Sieg wurde dem legendären Tennisspieler die „Fred-Perry-Statue“ gewidmet (1984). Diese Statue ist heute ein Wahrzeichen von Wimbledon.

[Das von Faschos „modifizierte“ Perry-Logo] Wer heute in Kaufhäusern nach der Marke Fred Perry fragt, muss von szenefremden Verkäufer/innen ernsthaft mit einer Antwort wie „aber das sind doch Fascho-Klamotten“ rechnen. Bewiesenermaßen aber gilt Perry-Kleidung als nicht-rechte Marke – die Quellen der Geschichte sprechen eine eindeutige Sprache. Gelegentlich aber sind bei rechten Zeitgenossen Verballhornungen des Fred-Perry-Lorbeerkranzes zu sehen, meist mit einer „88“ in der Mitte (die 8 als achter Buchstabe des Alphabets, sprich: „HH“ – „Heil Hitler“). Unter Rechtsextremen wurde die nach Perry benannte Marke wohl wegen des Lorbeerkranzes an sich populär. Beliebt sind vor allem schwarze Hemden, deren rot-weiße Kontraststreifen an die Reichskriegsflagge erinnern. Aber auch traditionelle Skinheads dürfen nicht pauschal in einen rechtsradikalen Zusammenhang gebracht werden, nur weil sie sich ausgerechnet für diese Farbkombination entschieden haben. Farbenvielfalt ist angesagt, die meisten Glatzen haben Fred-Perry-Polos in allerlei Farbkombinationen im Schrank liegen.

Fred Perry starb im Alter von 85 Jahren – am 2. Februar 1995. Seine Legende lebt bis heute weiter. Und wenn es „nur“ in Form der so genannten Skinhead-Klamotten ist. Der Lorbeerkranz jedenfalls nicht nur als Erinnerung an einen legendären Tennisprofi, sondern vor allem als Symbol für Unterschicht und Rebellion.

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(Aus www.du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-verwechseln.de)

Fall 5. Thor Steinar

Thor Steinar enthält Ruhnenverschlüsslelungen und diese haben einen klaren Zusammenhang mit der NS-Zeit.

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Mehr Infos: Nein zu Thor Steinar

Fall 6. Pit Bull

--> Wahrscheinliche Nazimarke
ist eine Marke der Pit Bull Anziehsachen GmbH aus Frankfurt am Main.

Ab 1989 vertrieben die Markeninhaber in einem Ladengeschäft in der Allerheiligenstraße ihrer Textilien. Nach Trennung der ursprünglichen Inhaber, von denen einer in die USA auswanderte und dort ein Textilunternehmen unter dem gleichen Namen gründete, wurde die bisherige GbR in eine GmbH überführt. Geschäftsführer sind Achim Langer und Kaya Budak.

Pit Bull wurde seit der zweiten Hälfte der 1990er eine populäre Marke. Viele Motive und Slogans transportieren, passend zum Ruf des Pit Bull Terriers als „Kampfhund“, eine deutliche Gewaltaffinität und damit ein martialisches Image. Die mit dem Markennamen und dem Zusatz „Germany“ oder „Frankfurt“ bedruckten Pullover, T-Shirts und andere Kleidungsstücke des Herstellers fanden große Zustimmung bei jugendlichen Käufern. Neben Bekleidung ist mittlerweile ein breites Sortiment erhältlich, das u. a. Schmuck, Dekorartikel, Bücher, Tonträger und Heimtierzubehör umfasst.

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Nach Aussage des Unternehmens wurden Kleidungsstücke mit Pit Bull-Markenaufdruck an mehreren deutschen Schulen durch die Schulleitung untersagt. Der Hersteller vermutet in diesem Zusammenhang, Pit Bull werde mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht.
Denn viele Rechtsextreme haben eine Bull-Dogge.

(Wikipedia)

Fall 7. Ricism

--> Nazimarke!!

Diese Marke wurde für Skater und Hip Hoper erfunden. Diese Marke ist äußerst unbekannt, und selten zu haben.

Fall 8. Consdaple

--> Nazimarke

Consdaple ist eine neonazistische Kleidermarke.

Der Name wurde so gewählt, weil er die Buchstabenfolge NSDAP enthält. Besonders deutlich sichtbar ist diese Abkürzung, wenn über dem bedruckten T-Shirt oder Sweatshirt eine offene Bomberjacke getragen wird, die rechts und links je zwei Buchstaben verdeckt. Der Schriftzug erinnert in seiner Gestaltung stark an das Logo von Lonsdale, das sich in der Vergangenheit aus demselben Grund (Buchstabenreihe NSDA) großer Beliebtheit in der Neonazi-Szene erfreute. Auf Grund heftiger damit verbundener Kritik verweigert der Hersteller Lonsdale inzwischen die Lieferung seiner Kleidung an bekannte Neonaziläden und begann 2003 eine antirassistische Kampagne („Lonsdale loves all colours.“) mit vielen Models dunklerer Hautfarbe, was die Hauptgründe dafür waren, dass die Kleidermarke Consdaple ins Leben gerufen wurde.

Der Scheinanglizismus „Consdaple“ kombiniert das Parteikürzel NSDAP mit dem englischen Wort constable (Polizist, in etwa Schutzmann oder Wachtmeister). Teilweise sind die Textilien zudem mit einem Adler bedruckt, der dem im Nationalsozialismus verwendeten Logo sehr nahe kommt.

Kreiert wurde Consdaple von Franz Glasauer, einem langjährigen Funktionär der Partei Die Republikaner und der NPD, der im oberbayerischen Kirchberg bei Erding den in Landshut ansässigen Neonazi-Versand „Patria“ betreibt. Seine Bemühungen, das Label beim Patentamt eintragen zu lassen, scheiterten jedoch. Auch nach der Ansicht des Bundesverfassungsschutzes ist diese Marke eindeutig der Neonazi-Szene zuzuordnen.

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(Wikipedia)




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